Text: Andrea Fetz, Foto: Monika Fischer
Guten Tag Frau Fontana
Ich bin 66jährig, eine lebenserfahrene, gut ausgebildete Frau und las mit Entsetzen Ihren NZZ-Kommentar vom 10.4.24. Sie vergreifen sich vollumfänglich in Ihrem Ton, den Klägerinnen der Klimaseniorinnen gegenüber!
(Fortsetzung)
Wie kommen Sie dazu, lebenserfahrene, gebildete Frauen, die über acht Jahre lang klug und entschieden einen Prozess vorangetrieben haben (warum wir klagen), als Strohfrauen zu bezeichnen? Was, bitte ist rührend ("Man mag ihre Freude rührend finden …) an der Freude von Frauen, die mit intensiver, professioneller, unbezahlter und somit gemeinnütziger Arbeit Erfolg hatten? Im Gegenteil: Es ist absolut stossend, dass Schweizer Bürgerinnen bis an den Europäischen Gerichtshof gelangen müssen, um ihre Gesundheit zu schützen! Der von Ihnen ins Lächerliche ("…der scheinbare Hitzetod …") gezogene Sachverhalt, die gesundheitliche Gefährdung von älteren Menschen, ist wissenschaftlich belegt! (Sachverhalt)
Die Berechnung des sogenannten Nanoanteils ("…ist es absurd, dass nun ausgerechnet die Schweiz mit ihrem Nanoanteil an der Entwicklung des Weltklimas international als Klimasünderin dargestellt wird …") an der Entwicklung des Weltklimas enthält noch keine Emissionen der von der Schweiz importierten Güter BAFU. Wird dieser mitgerechnet, so beträgt der Treibhausgas-Fussabdruck pro Kopf rund 13,7 Tonnen CO2-Äquivalente ourworldindata (Stand 2021). Somit steht die Schweiz weltweit auf Rang 13, kurz hinter den USA und deutlich über dem Durchschnitt der EU-Staaten. Flugverkehr (in der Schweiz wird doppelt so viel geflogen, wie in Europa und mehr, als in Amerika) und Finanzmarkt der Schweiz sind darin noch nicht enthalten. Am 17.4.24 hat der Nationalrat verschiedene Initiativen, die von der Nationalbank Regeln zu Klima- und Umweltrisiken verlangen, abgelehnt. Ein erneuter Beweis, dass die Schweizer Politik ihrer Aufgabe, zum Wohle der Bevölkerung zu agieren, nicht nachkommt.
Auch Sie vertreten die politischen Interessen (auch wenn ich Sie nicht als Strohfrau bezeichne!), die hinter den Herausgebern der Zeitung stehen, deren Honorar Sie erhalten. Für mich nicht verständlich ist die Sprache, derer Sie sich dafür bedienen! Sie entspricht dem Jargon einer Boulevardzeitung. Was mich sehr besorgt ist die Tatsache, dass Sie sich als Frau dazu missbrauchen lassen, andere Frauen zu erniedrigen und ins Lächerliche zu ziehen!
Meine grösste Sorge gilt allerdings der Zukunft meiner Enkel und Enkelinnen und anderer junger Menschen. Verursacht durch den aktuellen politischen Prozess hinterlassen wir ihnen eine Welt, die weit mehr Gesundheitsschäden verursachen wird als aktuell. Und die Kosten, die dann anfallen werden, übersteigen das Zigfache derjenigen, die wir heute einsetzen könnten.
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