Text: Andrea Fetz
Wenn die langen Tage wieder kürzer werden.
Ein Rückblick mit Wehmut
Einmal wurde ich gefragt: «Welches war das Spielparadies deiner Kindheit?». Sofort hatte ich ein Bild der Erstfeldstrasse in Basel vor Augen. Unser Garten grenzte wie der von anderen Familien an diese kleine, eher kurze Strasse, die damals in den 60er- und 70er Jahren selten von einem Auto befahren wurde.
(Fortsetzung)
Wir Kinder konnten die Strasse mit unseren Spielen belegen und hatten genügend Platz, ein grosses Seil zu schwingen, Völkerball zu spielen oder unsere Fertigkeiten im Gummitwist kontinuierlich zu steigern. Wir spielten Verstecken in den Gärten, die in meiner Erinnerung gross und verwunschen waren. Wir bauten darin Zelte mit Decken und Stühlen. Darin hausten zeitweise ganze Puppenfamilien, und in seltenen Sommernächten durften wir darin übernachten. Mit viel Goodwill der Eltern wurde dort vorgängig das vom Familientisch mitgebrachte Abendessen verzehrt.
Sechs Kinder waren wir und trafen uns jede freie Minute, um immer neue Spiele auszuhecken. Das aufregendste davon fand gegen Ende des Sommers statt. An Samstagen, wenn es draussen noch hell war, wurde uns Kindern erlaubt, nach dem Abendessen nochmals draussen zu spielen. Dort verwandelten wir uns in Heinzelmännchen und durften von niemandem gesehen werden. Am schönsten war dies, wenn es bereits anfing zu dämmern. Sobald sich eine erwachsene Person näherte, versteckten wir uns hinter Büschen, Autos oder Hausmauern. Rannten später schnell zu einem neuen Versteck und waren der Überzeugung, unentdeckt zu sein. Dies war zutiefst aufregend. Wir taten verschwörerisch und fühlten uns sehr wichtig!
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